Minimale Oberfläche einer Dose mit gegebenem Volumen

Eine Dose für Gemüsemais hat die Form eines Zylinders.

Aufgabe
Verändere mit dem Schieberegler den Radius r der Dose.
Lies aus dem Graphen ab, bei welchem Radius r für ein Volumen von V = 425 cm³ der Oberflächeninhalt minimal wird.
Verändere das Volumen auf V = 1000 cm³. Für welchen Radius r wird in diesem Fall der Oberflächeninhalt minimal?
Berechne anschließend das Minimum des Oberflächeninhalts für ein beliebiges Volumen V und das Verhältnis von r und h.

Dose (reale Situation) und Netz der zylindrischen Dose - Oberflächeninhalt O (als Funktion des Radius r) - CAS

 

 Hinweis: Beachte, dass in dem Applet Rundungsfehler auftreten können.

Rechnerische Lösung mithilfe der Differentialrechnung
Für welchen Radius r wird für eine zylindrische Dose mit einem Volumen von V = 425 cm³  der Oberflächeninhalt minimal?
Oberfläche = Grundfläche + Mantel + Deckfläche O = G + M + D = 2·G + M 
Wahl der Bezeichnung für die Variablen r und h:

 

Nebenbedingung beachten:
Die Höhe h kann aus dem gegebenen Volumen V berechnet werden

  

Aufstellen der Zielfunktion:

Zielfunktion

Die Bezeichnung O(r) bringt zum Ausdruck, dass die Zielfunktion nur mehr von einer Variablen, nämlich dem  Radius r, abhängt .

Ableiten der Zielfunktion:
1. Ableitung gleich null setzen:
Gleichung lösen:

h = 425/4,07² π ≈ 8,14 cm;   O(4,07) 312,93 cm²

Allgemein:   

Es handelt sich um einen gleichseitigen Zylinder (h = 2r).

2. Ableitung für die Unterscheidung von Maximum bzw. Minimum:

    =>  Minimum

Antwort formulieren:

Der minimale Oberflächeninhalt von 312,93 cm² entsteht für eine zylindrische Dose mit V = 425 cm³  bei einem Radius von r = 4,07 cm.

Lösung (V = 1000 cm³):
Für ein Volumen von V = 1000 cm³ ergibt sich der kleinste Oberflächeninhalt bei einem Radius von r ≈ 5,42 cm.

© 2016 Verlag E. DORNER, Wien; Dimensionen - Mathematik 7; erstellt mit GeoGebra